Von „Defendamos Buenos Aires“ zu „Defendamos Ceuta“: 20 Jahre später überquert die Umarmung den Atlantik.



BUENOS AIRES, 27. August – NGO Defendamos Buenos Aires – NGO Defendamos Argentina

Heute, am 27. August, gingen Hunderte von E-Mails aus Ceuta, Spanien, ein. Die Stadt befindet sich seit fast einem Monat nach dem massenhaften Zustrom von Menschen aus Marokko in einer dramatischen Situation. Heute lebt die Bevölkerung in Angst, während das Zusammenleben unter einem zunehmend angespannten gesellschaftlichen Klima immer schwieriger wird.

Die Menschen aus Ceuta schreiben mir:

—Doktor, helfen Sie uns. Wir haben das Gefühl, dass die territoriale Integrität Spaniens verletzt worden ist, und niemand will uns helfen. Wie viel würde es kosten, wenn Defendamos Buenos Aires und Defendamos Argentina uns ihren Slogan überlassen, damit wir Defendamos Ceuta gründen können?

Die Antwort wird, einmal mehr, knapp ausfallen:

Nichts.

Eine Idee, die zum Schutz der Menschen entstanden ist, steht nicht zum Verkauf.


„Vor 20 Jahren schufen wir eine zutiefst argentinische geniale Idee: ‚Defendamos Buenos Aires‘, eine NGO, die aus der Bevölkerung und für die Bevölkerung von Buenos Aires entstanden ist und sich dem Schutz dessen verschrieben hat, was uns allen gehört: des historischen Erbes, der Ruhe, der Sicherheit und der Identität unserer Stadt.

Viele Journalisten, Politiker und allerlei selbsternannte Besserwisser machten sich damals über uns lustig:

—Braucht Buenos Aires jemanden, der es verteidigt? Vor wem?

Meine Antwort war kurz, fast lakonisch:

Vor euch allen.

20 Jahre sind vergangen.

Und jene Idee, die einige zu verspotten versuchten, wurde zu einem Banner —einem Banner ohne politische Grenzen— und inspirierte neue ‚Defendamos‘: die öffentliche Universität, das Gesundheitswesen, die Bildung, die Gletscher, Córdoba, Feuerland, Rosario, La Plata und viele andere Orte und Anliegen, die eine Stimme verdienten, die ohne Angst sagte: Auch dies muss verteidigt werden.

Vor 10 Jahren gingen wir einen Schritt weiter und gründeten ‚Defendamos la República Argentina‘, weil wir verstanden hatten, dass unsere schützende Umarmung vollständig, national und föderal sein musste.

Selbst Coca-Cola übernahm unseren ‚Defendamos‘-Slogan für eine Werbekampagne während der Weltmeisterschaft 2026. Vielleicht ist es nur eine Anekdote. Vielleicht ist es aber auch ein Beweis dafür, dass eine einfache Idee, wenn sie aus echter Überzeugung geboren wird, viel weiter reichen kann, als wir es uns jemals vorgestellt haben.

Heute, am 27. August, gingen Hunderte von E-Mails aus Ceuta, Spanien, ein. Eine Stadt, die sich seit fast einem Monat nach dem massenhaften Zustrom von Menschen aus Marokko in einer dramatischen Situation befindet und deren Bevölkerung heute in Angst lebt, während das Zusammenleben unter einem zunehmend angespannten gesellschaftlichen Klima zerfällt.

Die Menschen aus Ceuta schreiben mir:

—Doktor, helfen Sie uns. Wir haben das Gefühl, dass die territoriale Integrität Spaniens verletzt worden ist, und niemand will uns helfen. Wie viel würde es kosten, wenn Defendamos Buenos Aires und Defendamos Argentina uns ihren Slogan überlassen, damit wir Defendamos Ceuta gründen können?

Die Antwort wird, einmal mehr, knapp ausfallen:

Nichts.

Eine Idee, die zum Schutz der Menschen entstanden ist, steht nicht zum Verkauf.

Deshalb überlassen Defendamos Buenos Aires und Defendamos la República Argentina ihren Slogan kostenlos, damit Defendamos Ceuta unverzüglich entstehen kann.

Denn Ideen, die dem Volk gehören, bewahrt man nicht in einem Tresor auf. Man gibt sie weiter. Sie verbreiten sich. Sie werden zu Handlung.

Ich gründete Defendamos Buenos Aires, inspiriert von jenen glorreichen Tagen von 1806 und 1807, als die britischen Invasionen unsere Stadt erreichten und sich die Bevölkerung von Buenos Aires erhob, um sie zu verteidigen.

In beiden Fällen haben wir gesiegt.

Wie im Fußball.

Wie es so oft geschieht, wenn ein Volk begreift, dass es nicht mehr nur Straßen, Gebäude oder Grenzen verteidigt, sondern etwas weitaus Größeres: seine eigene Identität.

Dank jener mutigen Männer und Frauen des 19. Jahrhunderts blieb Buenos Aires Buenos Aires.

Heute, mehr als zwei Jahrhunderte später, stellt uns die Geschichte erneut vor dieselbe Herausforderung —mit anderen Namen und an anderen Schauplätzen.

Mögen die Mutigen des 21. Jahrhunderts die Kraft, den Mut und die Entschlossenheit aufbringen, die notwendig sind, damit Ceuta Ceuta bleibt.

Denn eine Stadt kann ein Territorium sein.

Aber sie kann auch eine Geschichte sein.

Eine Identität.

Eine Heimat.

Und wenn der Moment gekommen ist, sie zu verteidigen, muss es immer jemanden geben, der bereit ist zu sagen:

DEFENDAMOS.

Dr. Javier Miglino Helfenstein

Experte für Menschenrechte und Kinderschutz

Gründer der NGO Defendamos Buenos Aires und der NGO Defendamos Argentina

JMH